2. April 2012
von Claudia Klinger
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Wie tief so manche Gewohnheit verwurzelt, ja regelrecht „eingefleischt“ ist, merkt man erst so richtig, wenn man daran geht, sie zu verändern. Dabei haben es junge Menschen durchweg leichter als ältere. Zum einen, weil noch gar nicht so viel Zeit verstrichen ist, um eigene Ernährungsweisen und Koch-Traditionen zu etablieren. Zum anderen, weil mit einer Lebensstil-Änderung in jungen Jahren meist auch ein Identitäts-Gewinn verbunden ist.
Wer mit 20 beschließt, aus ethischen Gründen ab jetzt „vegan zu leben“, kann sich als Avantgarde fühlen, als Speerspitze einer drastisch weltverbessernden Bewegung. Der Elan, die Begeisterung für die Sache ist groß, gern grenzt man sich ab von allem Althergebrachten und findet oft auch vielerlei neue Kontakte in veganen Initiativen und Tierrechts-Gruppen. Der Streit um die Details des „richtigen Lebens“ nervt noch nicht, sondern macht durchaus Spass. Kurzum: Wäre ich mit 25 Veggie geworden, wär‘ ich selbstverständlich radikal gewesen – wie lange, ist eine andere Frage! Weiterlesen →